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Presseaussendungen

04.12.2009
1 Milliarde Euro auf Österreichs Sparkonten zwischengeparkt

In Österreich ist das Privatvermögen der "Reichen" 2008 um 8,5 Prozent von 130 auf 119 Mrd. Euro gesunken (Quelle: Booz&Company). Nach diesem herben Rückschlag erholt sich die Situation allerdings rascher als angenommen: Für das laufende Jahr revidieren die Experten des Erste Bank Private Bankings das prognostizierte Wachstum von 4-5% auf 6% nach oben. 2009 soll das Vermögen der reichen Österreicher also wieder um 7 Mrd. Euro auf 126 Mrd. Euro ansteigen. "Wir gehen davon aus, dass die Verluste aus 2008 bereits 2010 wieder voll wettgemacht sein werden", prognostiziert Wolfgang Traindl, Leiter des Private Banking der Erste Bank. Setzten Kunden im ersten Halbjahr 2009 fast ausschließlich auf Cash, Gold und garantierte Anleihen, ist jetzt eine leichte Dynamik erkennbar. "Anleger strecken ob des niedrigen Zinsniveaus bereits ihre Fühler nach höheren Renditen aus", so der Anlageexperte.


"Insgesamt", so rechnet Traindl vor, "dürfte rund 1 Milliarde Euro auf den heimischen Sparkonten zwischengeparkt sein. Diese sucht jetzt nach Anlagealternativen." Die Einlagen sind in Österreich zwischen Dezember 2008 und September 2009 um 1,3 Milliarden Euro gestiegen (0,5%). Der größere Anteil von diesem Anstieg wurde von Wertpapieren in Cashformen umgeschichtet. Auch in den Portfolios der wohlhabenden Österreicher ist das erkennbar: Vor der Finanzkrise betrug das Verhältnis Wertpapier zu Cash 75:25, während der Finanzkrise betrug es 50:50. Nun gehen die Anleger mit einem Verhältnis von 66:33 wieder Richtung Wertpapiere. "Die Anleger bleiben aber grundsätzlich vorsichtig und lassen sich auf nichts ein, was sie nicht kennen oder verstehen", beobachtet Traindl.

Die Suche nach neuen Anlageformen hängt naturgemäß mit der niedrigen Zinslandschaft zusammen: "Erst 2011 wird die EZB wieder die Zinsschraube nach oben drehen. Die Niedrigzinsen werden uns noch ein gesamtes Jahr begleiten. Die Zinsen am Sparbuch bleiben also niedrig", erklärt Paul Severin, Investmentstratege der ERSTE-SPARINVEST.

Der für das dritte Quartal prognostiziert Anleihenboom hat sich nun auch bestätigt. Neben den Staats- und Unternehmensanleihen werden wieder verstärkt "Emerging Markets-Werte" nachgefragt. Reine Aktieninvestments sind allerdings weiterhin mit Vorsicht zu genießen. "Wir empfehlen eine breite Streuung des Portfolios", so Traindl. Ein Portfoliomanagement macht nach Ansicht der Erste Bank ab einem Betrag von 300.000 Euro Sinn.

Erste Bank Asset Allocation: konservativ
Konservativen Anlegern rät die Erste Bank zu folgender Aufteilung im Portfolio: Rund 15% Aktien, 70% Anleihen, 5-10% Immobilien, 5-10% Cash sowie 5% Gold. Im Vergleich zur Asset Allocation im 3. Quartal erhöht sich beim Aktienanteil die Beimischung der Emerging Markets und des Pazifiks von 15% auf 25% - der Schwerpunkt liegt aber weiterhin auf Blue-Chip-Werten in entwickelten Märkten (Europa, USA, Japan).

Bei den Anleihen fallen High Yield Produkte mit 30% stärker ins Gewicht, als noch im letzten Quartal (10%). Der Großteil in diesem Segment wird allerdings wieder in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und staatsgarantierte Hypothekaranleihen mit guter und bester Bonität investiert. Der Immobilienanteil wird im Vergleich zum 3. Quartal 2009 von 5% auf rund 10% erhöht. 5 bis 10% Cash (Cashfonds wie z.B. ESPA CASH EURO) ist für die Absicherung bei Rückschlägen der Aktieninvestments einzuplanen. Gold bekommt mit rund 5% einen fixen Platz im Portfolio.


Erste Bank Asset Allocation: dynamisch
Dynamische Anleger könnten bereits einen etwas höheren Aktienanteil (rund 25 %) in ihr Portefeuille mischen und dafür einen geringeren Anleihenteil (rund 60 %) halten. Abgerundet wird die Asset Allocation - anlog der konservativen Strategie - durch Immobilien, Cash und Gold.

Anlagetipp für alle: Was machen mit EUR 20.000,-?
Wer ein frei verfügbares Kapital von 20.000 Euro hat, dem rät der Anlageexperte Traindl - in Einklang mit der individuellen Risikobereitschaft - zur Veranlagung in breit gestreute Fonds, die Diversifikationseffekte nutzen und alle wichtigen Assetklassen abdecken: ESPA SELECT MED mit einem Aktienanteil von 15 bis 25 % für konservative Anleger oder - für risikobereitere Anleger - den ESPA SELECT INVEST, der 35 bis 50 % in Aktien investiert.

Die Erste Bank bietet allerdings auch das Produkt s Kapital Sparen Select an, welches eine Kombination aus einem 12-monatigen Sparbuch mit einer Fixverszinsung von 2,50 % p.a. und einer Veranlagung in ausgewählte Fonds, Anleihen und Versicherungen ist.

Das Private Banking der Erste Bank und der Sparkassen managt ein Vermögen von rund 30 Milliarden Euro. Das entspricht einem Marktanteil von 25 Prozent. Damit ist die Erste Bank Marktführer in diesem Top-Segment.

Ergänzende Informationen:
Präsentation (.pdf)
Wie veranlagen die reichen Österreicher derzeit ihr Geld? (.mp3)
Wie entwickelt sich das Vermögen der reichen Österreicher? (.mp3)


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