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Finanzberiffe

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  A 

Absolute Return
Der Absolute Return Ansatz der ERSTE-SPARINVEST ist durch zwei Kerneigenschaften geprägt:
- der Marktsensitivität und
- dem Zeithoriziont

Je nach Risikoneigung des Fonds wollen wir ein asymmetrisches Ertragsprofil gegenüber den klassischen Kapitalmarktsegmenten (Aktien und Renten) erreichen. D.h. die Sensitivität des Portfolios gegenüber Aktien und Renten in negativen Marktphasen verringern bzw. in positiven Marktphasen an den Erträgen partizipieren. Gleichzeitig setzen wir uns zum Ziel, über einen bestimmten Zeithorizont eine definierte Fondspreisuntergrenze nicht zu unterschreiten.


Aktienfonds
Aktienfonds bieten Zugang zu einem ausgewählten Aktienmarkt. Investoren sind also jene Anleger, die auch in die im Fonds befindlichen Einzeltitel investieren würden. Je nach Ausrichtung des Fonds, kann die Schwankungsbreite der Fondspreise hoch bis sehr hoch ausfallen. Eine ausreichende Erfahrung, Einstellung des Anlegers zum Risiko sowie ein mittel- bis längerfristiger Anlagehorizont ist Voraussetzung bei der Veranlagung in Aktienfonds.
Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema

Anleihenfonds
Bei einem Anleihenfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, der das Fondsvermögen ausschließlich bzw. zum überwiegenden Teil in Anleihen veranlagt. Bei Anleihen gibt es sehr viele unterschiedliche Marktsegmente. Eine ausreichende Erfahrung, Einstellung des Anlegers zum Risiko sowie ein entsprechender Anlagehorizont ist Voraussetzung bei der Veranlagung in Anleihenfonds. Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema

Anteilscheinklassen
Folgende Kurzbezeichnungen zur Unterscheidung der einzelnen Anteilscheinklassen - im Fact Sheet als Art bezeichnet - werden auf unseren Seiten verwendet:
Kurzbezeichnung A. - Ausschüttende Anteilscheine
Kurzbezeichnung T. - Thesaurierende Anteilscheine
Kurzbezeichnung C. - Capitalplan, wobei zwischen A.C. (ausschüttendem Capitalplan) u. T.C. (thesaurierendem Capitalplan) unterschieden wird.
Kurzbezeichnung VT. - Vollthesaurierende Anteilscheine

Anteilwert
Der Anteilwert eines Investmentfonds stellt den Wert des Fondsvermögens, geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile, dar. Der Anteilwert der Investmentfonds wird börsentäglich von der Depotbank ermittelt und veröffentlicht.

Asset Allocation
Vermögensstrukturierung. Forschungsansätze zur Asset Allocation beschäftigen sich mit der Fragestellung, mit welchen prozentualen Anteilen unterschiedliche Anlageobjekte (Assets) in einem optimal strukturierten Vermögen bzw. Depot vertreten sein sollen. Entscheidungskriterien sind dabei neben Eigenschaften der Assets (Chance-Risiko-Relation, Rendite) auch die Präferenzen bzw. die finanzielle Situation des Investors. Während sich Risiko und Rendite verschiedener Anlageobjekte mit Hilfe mathematischer Modelle objektiv ermitteln lassen, spielen subjektive Präferenzen des Anlegers (Risikobereitschaft, Höhe des Gesamtvermögens) ebenfalls eine wichtige Rolle.

Ausgabeaufschlag
Zur Deckung der Kosten, die mit der Ausgabe von Anteilscheinen (Investmentanteil) verbunden sind, darf die Kapitalanlagegesellschaft einen Aufschlag auf den Ausgabepreis in Rechnung stellen. Art und Höhe des Ausgabeaufschlags müssen aus den Fondsbestimmungen einwandfrei hervorgehen. Der Ausgabeaufschlag kann bei einer besonders kurzen Veranlagungsdauer den Ertrag der Veranlagung spürbar mindern.

Viele Anleger empfinden den Ausgabeaufschlag (der je nach Fondsart zwischen 1 bis 4% liegen kann) als unzumutbare Spesenbelastung, weil sie ihn mit normalen "Börsespesen" beim Erwerb von Renten, Aktien oder Derivativen vergleichen bzw. damit verwechseln.
Wirtschaftlich gesehen entspricht jedoch der Ausgabeaufschlag eher einem "pauschalierten Spesenersatz", der auf die unzähligen Käufe, Verkäufe und andere Transaktionen umzulegen ist, die innerhalb des Fonds vorgenommen werden. Bei längerer Veranlagungsdauer ist so ein Ausgabeaufschlag noch immer wesentlich günstiger, als die Summe der einzelnen Börsespesen.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Ausgabepreis
Der Ausgabepreis ist jener Preis, zu dem Anteile eines Investmentfonds verkauft werden. Der Ausgabepreis setzt sich aus dem Rechenwert und dem Ausgabeaufschlag laut Fondsbestimmungen zusammen.

Ausschüttung
Investmentfonds bieten üblicherweise eine jährliche Ausschüttung, die spätestens vier Monate nach Ende des Fondsrechnungsjahres erfolgen muss. Die Höhe der Ausschüttung ist nicht vorgegeben sondern wird jedes Jahr von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegt. Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema
 
 
  B 

Benchmark
Die Benchmark dient als Vergleichsmaßstab, um den Anlageerfolg zu messen. Zumeist wird der Index der jeweiligen Anlageregion, in die der Investmentfonds investiert, herangezogen.


  C 

Capitalplan
Der Capitalplan (=Fondssparen) ist ein einfaches, aber sehr ertragreiches Instrument der ERSTE-SPARINVEST KAG. Er ist die ideale Kombination aus Sparen und Veranlagen in Wertpapieren. Investmentfonds sind nicht nur für große Beträge geschaffen, sondern auch bei kleineren monatlichen Ansparsummen interessant. Anleger zahlen regelmäßig (z.B. monatlich) einen bestimmten, gleichbleibenden Betrag ein: Schon ab EUR 50,- kann man mit Fonds an den Finanzmärkten durchstarten. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Rubrik "Fondssparplan".



  

Dachfonds
Dachfonds sind Kapitalanlagefonds, die bis zu 100% des Fondsvermögens in andere Fonds ("Unterfonds") veranlagen. Dachfonds entsprechen nicht der OGAW-Richtlinie, dürfen aber ihrerseits nur in Unterfonds veranlagen, die dieser Richtlinie entsprechen. Mit einem Dachfonds kann sich eine österreichische Kapitalanlagegesellschaft das Know-how international renommierter Fondsgesellschaften "einkaufen" und damit kostengünstig auf Märkten veranlagen, die sonst nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand abzudecken wären.
Für den einzelnen Anleger bringt der Dachfonds mit ausländischen Unterfonds noch einen weiteren Vorteil: er erspart sich die aufwendige steuerliche Behandlung der (vielen) einzelnen Unterfonds und erhält, wie gewohnt, eine Aufstellung im Rechenschaftsbericht seines Dachfonds. Je nach Auswahl der Unterfonds kann man auch zwischen Renten-, Aktien- und gemischten Dachfonds unterscheiden.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Derivative Finanzinstrumente
Unter dem Oberbegriff derivative Finanzinstrumente versteht man Termingeschäfte, Optionen und Futures. Sie werden hauptsächlich an eigenen Terminbörsen gehandelt und werden einerseits für Absicherungsgeschäfte und andererseits für Spekulationsgeschäfte eingesetzt (z.B.: Absicherung der Wiener Börse gegen Kursverluste durch Verkauf ATX-Future an der ÖTOB).

Duration
Als Duration (engl. Dauer) wird eine von Frederick Macaulay entwickelte Kennzahl zur Risikobeurteilung von Anleihen bezeichnet. Sie ist ein Maß für das Zinsänderungsrisiko bei festverzinslichen Wertpapieren. Sie ist als die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer des eingestetzten Kapitals in Jahren zu verstehen. Je größer die Duration eines Anleihefonds, desto stärker steigt bzw. fällt der Rechenwert, wenn sich die Zinsen ändern.

An einem ganz einfachen Beispiel und ohne Berücksichtigung von Zinsen: verborgt man 1,2 Millionen und erhält sie nach einem Jahr zurück, waren sie ein Jahr gebunden. Erhält man jedoch monatlich 100.000 zurück, so war das verborgte Geld im Schnitt nur ein halbes Jahr gebunden. Im Unterschied zur Restlaufzeit einer Anleihe werden bei der Duration aber auch alle Zinszuflüsse berücksichtigt. Je höher die Duration (die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer in Jahren) desto höher ist das Zinsrisiko der Anleihe - denn in dieser Zeit könnten die Marktzinsen steigen oder fallen, somit der Kurs der Anleihe fallen oder steigen.

  E 

Emittent
Juristische Person des Privatrechts (z. B. Aktiengesellschaft) oder Körperschaft des öffentlichen Rechts (z.B. ein Bundesland), die neue Wertpapiere ausgibt.

Ertragsausgleich
Ein mehr oder minder großer Teil jedes Fondsvermögens besteht aus abgegrenzten oder bereits vereinnahmten Erträgnissen (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne, etc.), die selbstverständlich Bestandteil des errechneten Wertes, des Ausgabepreises und des Rücknahmepreises darstellen. Steigt nun ein neuer Anteilseigner in den Fonds ein, so wir der Anteil am Rechenwert, der den Erträgnissen entspricht, auch auf das entsprechende Ertragskonto gebucht bzw. abgebucht, wenn er Anteile zurückgibt - das nennt man den Ertragsausgleich.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")


Entnahmeplan
Bei einem Entnahmeplan, oder auch Auszahlplan genannt, erhält der Anleger aus einem bestimmten Investmentvermögen regelmäßige Zahlungen. Der auszuzahlende Betrag wird durch Verkauf der entsprechenden Anzahl von Anteilen finanziert. Die Anleger lassen sich entweder ihr Kapital plus Erträge über einen festgesetzten Zeitraum auszahlen (Auszahlplan mit Kapitalverzehr) oder sie entnehmen ausschließlich die Kapitalerträge auf unbegrenzte Zeit (Auszahlplan mit Kapitalerhalt). Auszahlpläne sind besonders als zusätzliche Altersversorgung geeignet. Zuzahlungen, zusätzliche Auszahlungen oder die Auflösung des Investmentdepots sind jederzeit möglich.

  F 

Floater
Floater sind Anleihen mit einem variablen Zinssatz, der zumeist an einen Referenzzinssatz gebunden ist und in regelmäßigen Perioden festgelegt wird.

Fondsbestimmungen
Fondsbestimmungen sind eine der gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen für jeden inländischen Investmentfonds, die vom Bundesminister für Finanzen genehmigt und auch veröffentlicht werden müssen (Veröffentlichungen). In ihnen sind die wichtigsten Bestimmungen angeführt, nach denen der entsprechende Fonds zu verwalten ist. Fondsbestimmungen sind grundsätzlich zweigeteilt: der erste Teil sind die allgemeinen Fondsbestimmungen, in dem vor allem das Rechtsverhältnis zwischen Anteilsinhaber und Kapitalanlagegesellschaft geregelt ist. Der zweite Teil sind die besonderen Fondsbestimmungen. Sie bezeichnen die Depotbank, regeln ausführlich die zulässigen Veranlagungen und vor allem die Anlagebeschränkungen, die Höhe des Ausgabeaufschlages, das Rechnungsjahr, die Verwaltungsgebühr, die Verwendung der Erträgnisse und den Zeitpunkt von Ausschüttung bzw. Auszahlung. Die Fondsbestimmungen sind übrigens immer Bestandteil des Fondsprospektes.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Fondsvermögen
Fondsvermögen nennt man das gesamte Vermögen eines Kapitalanlagefonds. Es besteht aus Wertpapieren und anderen Rechten, Bankguthaben und Einlagen, Erträgnisansprüchen (Ertragsausgleich), kann aber auch derivative Finanzmarktinstrumenten (etwa Optionen, Futures, Swaps, uva.) enthalten. Vermindert wird dieses Vermögen allenfalls durch aufgenommene Kredite oder Verpflichtungen aus derivativen Finanzmarktinstrumenten. Das Fondsvermögen steht im alleinigen Eigentum der Anteilsinhaber, die Kapitalanlagegesellschaft verwaltet es lediglich. So kann es auch bei einer Liquidation der Kapitalanlagegesellschaft oder der Depotbank den Anteilseignern nicht verlorengehen.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Fondszusammenlegung
Das Investmentfondsgesetz sieht vor, daß ein Kapitalanlagefonds mit einem anderen zusammengelegt werden kann (nach einer entsprechenden Ankündigung und mit Genehmigung des Bundesministers für Finanzen). Damit wurde dem Strukturwandel der österreichischen Bankenlandschaft Rechnung getragen und den einzelnen Kapitalanlagegesellschaften die Möglichkeit eingeräumt, die Verwaltung ihrer Fonds sinnvoller und ökonomischer zu gestalten - nicht zuletzt zum Vorteil des Anlegers.
Bei der Fondszusammenlegung wird ein Fonds zur Gänze aufgelöst (er hört de facto auf zu existieren) und das Vermögen auf einen anderen (allenfalls sogar neuen) Fonds übertragen. Entsprechend den errechneten Werten der beiden Fonds ergibt sich ein genaues Bezugsverhältnis, sodaß kein Anteilseigner einen Verlust erleiden kann (zumal restliche Bruchteile in bar abzugelten sind).
Eine Fondszusammenlegung (die aus der Sicht des Anlegers wie der Verkauf des einen Fonds und der Kauf des anderen Fonds aussieht) gilt steuerlich nicht als Veräußerung, unterbricht daher auch nicht eine allfällige Spekulationsfrist und ist sogar auf alten anonymen Depots möglich.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")


Futures
Futures sind Terminkontrakte auf ein bestimmtes Gut. Terminkontrakte auf Waren werden Commodity Futures, solche auf Aktien, Anleihen, Indices und Währungen Financial Futures genannt. Futures verpflichten den Käufer, zu einem festgelegten Termin Waren oder Finanzprodukte zu beziehen. Ist man einen Future short, d.h. hat man einen Future verkauft, so ist man zur Lieferung des entsprechenden Underlyings verpflichtet. Die Verpflichtung, etwas zu liefern und eine Lieferung anzunehmen kann man nur umgehen, indem man die Position glattstellt.

An einer Futures-Börse werden Terminkontrakte auf Waren (Commodities) oder Finanzprodukte (Financials) gehandelt. Die Futures-Börse dient zwei Anlegergruppen. Die einen benutzen die Terminkontrakte, um sich gegen Kursverluste abzusichern. Die anderen, die weitaus größere Gruppe, spekuliert.

  G 

Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die in Geldmarktpapiere (zum Beispiel verzinsliche Schatzanweisungen, unverzinsliche Schatzanweisungen, von Bund, Bahn und Post) und liquiden Papieren mit sehr kurzen Laufzeiten investieren. Der Vorteil gegenüber Termingeldern oder Spareinlagen besteht darin, daß man nicht an bestimmte Fristen von 30, 60 oder 90 Tagen gebunden ist, sondern - bei attraktiver Verzinsung - jederzeit über das Geld verfügen kann.


Gemischte Fonds
Gemischte Fonds können sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere investieren, sie kombinieren Wachstumschancen der Aktienengagements mit Renditen aus festverzinslichen Wertpapieren. Dies gibt dem Fondsmanager einen größeren Anlagespielraum. Bei stagnierenden oder fallenden Aktienkursen kann er zu festverzinslichen Wertpapieren wechseln; bei positiver Tendenz am Aktienmarkt kann er den Schwerpunkt wieder auf die Aktienanlage verlagern.

  H 

Hedgekonzept - Hedging
to hedge = eingrenzen, absichern.
Unter "hedging" versteht man die Absicherung des jeweiligen Anlageninstrumentes gegen Marktschwankungen. Sie wird meistens durch derivative Produkte (Optionen, Futures) erreicht. Hedging ist überall dort anwendbar, wo die Möglichkeit zum Aufbau einer Gegenposition besteht. Finanzwirtschaftlich ist Hedging im Zusammenhang mit der Abdeckung von Zins-, Kurs- und Wechselkursrisiken relevant.


High-Yield
Yield ist die anglo-amerikanische Bezeichung für Rendite, Ertrag und Effektivverzinsung.
  I 

Inventarwert
Die Summe aller Vermögensbestände eines Investmentfonds, also der Kurswert aller Wertpapiere, Barguthaben, Geldeinlagen sowie sonstiger Rechte. Der Inventarwert wird banktägich akuell ermittelt.

Investmentfonds
Investmentfonds erschließen dem Anleger den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten. Einfach, transparent und effizient - Fonds sind Instrumente, die viele Anlagewünsche abdecken können. Die strengen gesetzlichen Vorschriften bieten höchstmögliche Sicherheit f�r die Investoren, da der Schutz der Anleger im Mittelpunkt steht. Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema

Investmentfondsgesetz
Abgekürzt InvFG ist die übliche Bezeichnung für das "Bundesgesetz über Kapitalanlagefonds". Das InvFG wurde 1993 komplett überarbeitet und den Richtlinien der Europäischen Union (OGAW) angepaßt und zuletzt Anfang 1998 wesentlich erweitert. Es regelt so gut wie alle Details der Fondsgeschäftes in Österreich, einschließlich der steuerlichen Behandlung. Das Hauptanliegen des InvFG ist wohl der Schutz des Anlegers, daher stehen insbesonders die Aspekte der Sicherheit, der Kontrolle und die Publizitätsbestimmungen im Vordergrund.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

  J 

Jahresbericht
Rechenschaftsbericht eines Fonds. In ihm werden Kosten und Erträge sowie die Vermögensentwicklung des Rechenschaftszeitraumes dargelegt.
  K 

Kapitalanlagegesellschaft
Ist ein Kreditinstitut (gem. � 1 Abs. 1 Z 13 Bankwesengesetz) in der Rechtsform einer Ges.m.b.H. oder AG, welches zur Verwaltung von Kapitalanlagefonds berechtigt ist. Neben dieser und damit zusammenhängender Tätigkeiten darf eine Kapitalanlagegesellschaft keine anderen (Bank-) Geschäfte betreiben. Sowohl Investmentfondsgesetz als auch Bankwesengesetz sehen eine Reihe von Maßnahmen vor, die alle dem Schutz der Anleger dienen.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

KESt - Kapitalertragssteuer
Die Kapitalertragsteuer (KESt) beträgt seit 1.7.1996 25% und wird bei der Ausschüttung bestimmter Kapitalerträge einbehalten. Die Besonderheit der KESt liegt in ihrer Abgeltungswirkung, Steuerabgeltung. Die KESt gibt es in zwei Ausprägungen:

Die KESt I wird auf Dividendenerträge inländischer Kapitalgesellschaften von diesen einbehalten. Sie ist eine Quellensteuer und beschränkt sich daher als österreichische Steuer auf im Inland liegende Quellen.

Die KESt II wird auf Zinserträge im weiteren Sinn eingehoben. Das sind Kapitalerträge aus
  • Geldeinlagen bei Banken mit Sitz im Inland
  • sonstige Forderungen gegenüber Banken
  • Wandel- und Gewinnschuldverschreibungen
  • Wertpapieren, die ein Forderungsrecht verbriefen und deren kuponauszahlende Stelle sich im Inland befindet, sofern sie keine Altemissionen sind.
Der KESt-Betrag, der auf der Fondsseite in der letzten Spalte veröffentlicht wird, wird bei Erwerb von Fondsanteilen vom Ausgabepreis abgezogen. Zum Ausschüttungstermin wird die Kapitalertragssteuer an das Finanzamt abgeführt.

  M 

Min/Max Performance
Unter der Min/Max Performance versteht man den höchsten Ertrag in % p.a. und den niedrigsten Ertrag in % p.a. der jeweiligen Jahresperioden unter Berücksichtigung der Reinvestition der Ausschüttungen.

Der Min/Max Chart verdeutlicht daher in grafischer Form die Schwankungsbandbreite des jeweiligen Investmentfonds innerhalb eines bestimmten Veranlagungszeitraumes.

Mittlere Restlaufzeit
Die durchschnittliche mittlere Restlaufzeit des Portfolios ergibt sich aus dem Mittel der Laufzeiten der einzelnen Titel des Fonds vom Bewertungszeitpunkt bis zur Rückzahlung.

Modified Duration
Die Modified Duration gibt die prozentuelle Änderung des Kurswertes bei einer Renditeänderung von einem Prozentpunkt an.
Beispiel:
Modified Duration: 3,73
Rechenwert: 98,53
Fondsrendite: 5,9 %
Angenommen die Rendite sinkt auf 4,9 %, so steigt der Rechenwert um 3,73 % auf 102,21.


mündelsicher
Als mündelsicher gelten besonders sichere Anlagen, in denen auch Mündelgeld (Barvermögen, das zum Vermögen eines unter Vormundschaft stehenden Minderjährigen gehört) angelegt werden darf.
  O 

Ordentlicher Ertrag
Ein Ausdruck, der im Zusammenhang mit inländischen Investmentfonds und ausländischen Kapitalanlagefonds von steuertechnischer Bedeutung ist. Als ordentlichen Ertrag bezeichnet man im Unterschied zum außerordentlichen Ertrag (Substanzgewinn) die Zinsen und Dividenden, die dem Fonds zufließen, und die abzüglich der Verwaltungsgebühren zur Auszahlung gelangen oder thesauriert werden.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

  P 

Performance
Ist die Wertentwicklung (Wertveränderung) eines einzelnen Wertpapieres oder eines ganzen Portefeuilles über einen gewissen Zeitraum hinweg. Sie wird in der Regel in Prozent pro Jahr angegeben. Die Berechnung der Performancekennzahl berücksichtigt die Wertentwicklung, allfällige Splits sowie alle Ausschüttungen. Dabei wird davon ausgegangen, daß jede Ausschüttung sofort und auf Bruchteile genau in das selbe Wertpapier, denselben Fonds wiederveranlagt wird und das ohne Berücksichtigung von Spesen und Steuern. Damit ist die (langfristige) Performance ein objektiver Vergleichsmaßstab für zwei oder mehrere Veranlagungen - allerdings nur unter der Voraussetzung, daß diese überhaupt vergleichbar sind. Ihre Aussagekraft für den Privatanleger hält sich somit in bescheidensten Grenzen (schon alleine wegen der Spesen- und Steuerbelastung).

Bedauerlicherweise werden Performancezahlen gerade im Investmentfondsgeschäft häufig falsch eingesetzt und damit auch falsch interpretiert. Betrachten Sie nur das Jahr 1994 mit seiner historisch schlechtesten Performance von Rentenwerten und vergleichen Sie es mit heute. Kritiklos wurde damals regelmäßig die schwache 3-, 6- und 12-Monatsperformance veröffentlicht und der Anleger verunsichert, wohingegen heute die Rentenportefeuilles eine hervorragende Performance aufweisen. Trotzdem lag 1994 die Ausschüttungsrendite inländischer Rentenfonds über 7, heute bereits unter 6%.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Portfolio
Zusammensetzung einer Kapitalanlage. Bei Wertpapierinvestmentfonds speziell die Zusammensetzung des Wertpapiervermögens.

 
  R 

Rechenschaftsbericht
Über jedes Rechnungsjahr eines Fonds muß ein Rechenschaftsbericht erstellt und veröffentlicht werden (Veröffentlichungen). Die Inhalte des Rechenschaftsberichts sind durch das Investmentfondsgesetz vorgegeben und am ehesten geeignet, dem Anleger einen guten Überblick darüber zu geben, wie mit seinem Geld gearbeitet wurde. Im Rechenschaftsbericht findet sich auch der Bestätigungsvermerk des Bankprüfers, der Bericht des Aufsichtsrates der Kapitalanlagegesellschaft und eine Tabelle über die steuerliche Behandlung der Ausschüttungen und/oder der ausschüttungsgleichen Erträge.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Rechenwert
Rechenwert oder rechnerischen Wert nennt man den Wert eines Fondsanteiles, der durch folgende Rechnung (daher der Name) banktäglich durch die Depotbank ermittelt wird: die Summe aller in einem Fondsvermögen befindlichen Wertpapiere, Geldbeträge, Guthaben, Forderungen und sonstiger Rechte abzüglich allfälliger Verbindlichkeiten - kurz der Inventarwert - wird durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile dividiert. Selbstverständlich werden alle Fondsvermögenswerte mit aktuellen Kursen bewertet und, bei Rentenwerten und Einlagen, täglich die Zinsen abgegrenzt. Der errechnete Wert ist die Grundlage zur Ermittlung des Ausgabepreises und auch des Rücknahmepreises. Nur durch diese genaue und überaus aufwändige Rechnung kann gewährleistet werden, daß kein Anteilkäufer zu wenig in den Fonds einbringt oder kein Anteilverkäufer zuviel aus dem Fonds herausnimmt und dadurch alle anderen Anteilinhaber geschädigt werden.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")

Rendite
Unter der Rendite versteht man die aktuelle, tagesbezogene Verzinsung des Fondsvermögens. Dabei werden sämtliche Kupons, Kurse, Laufzeiten und Ausschüttungen berücksichtigt.
Bei der Berechnung wird von der ERSTE-SPARINVEST prinzipiell die "Cash-flow" Methode angewandt. Bei folgenden Fonds kommt die Berechnungsmethode "Gewichtetes Mittel" zur Anwendung: alle Dachfonds mit Rentenanteil sowie alle Fonds, die Mortgage Bonds enthalten.

Restlaufzeit
Die Restlaufzeit ist die verbleibende Laufzeit von Forderungen bis zum Fälligkeits- bzw. Tilgungstermin.

Risikostreuung
Ein Grundprinzip der modernen Portfoliotheorie und somit auch der inländischen Investmentfonds. Durch die bewußte Streuung der Veranlagungen auf unterschiedliche Instrumente, Märkte, Währungen, Laufzeiten, uvm. wird das Risiko im wahrsten Sinn des Wortes gestreut. Zu beachten ist aber, dass es trotz dieser Risikostreuung zu gewissen (Risiko-)Konzentrationen kommen kann. So wird ein US-Dollar Rentenfonds zwar das Emittenten-, Laufzeit-, Zins-, Markt- und Ausstattungsrisiko streuen, nicht aber das Währungsrisiko aus der Sicht eines EURO-Anlegers - es sei denn, er sichert (hedge-fund) auch den Dollar gegen den EURO ab.

(Aus der Broschüre der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG: "Was ein Privatanleger über inländische Investmentfonds wissen sollte.")


Rücknahmepreis
Der Preis zu dem die Kapitalanlagegesellschaft einen Investmentanteil zurücknimmt, das ist der Rechenwert, meist abgrundet auf ganze Euro oder Cent (je nach Fondsbestimmungen).

  S 

Sharpe Ratio
Für das Risiko/Ertrags-Verhältnis eines Fonds wird die Sharpe-Ratio herangezogen. Sie wird bestimmt, indem von der jährlichen Durchschnittsrendite der risikofreie Ertrag abgezogen wird und das Ergebnis durch die durchschnittliche jährliche Volatilität geteilt wird. Je höher die Sharpe-Ratio liegt, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Risikopotential seines Portfolios entwickelt.

Standard & Poor´s Sterne
Um Anlegern eine einfache Entscheidungshilfe im Investmentfonds-Dschungel an die Hand zu geben, hat Standard & Poor's (internationale Ratingagentur) das S&P Fund Stars entwickelt. Bis zu fünf S&P Fund Stars ermöglichen auf Anhieb eine unabhängige und objektive Beurteilung eines Fonds im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. S&P Stars geben nicht nur Auskunft über die 3 Jahres-Wertentwicklung, sondern auch über die Beständigkeit der Performance im Vergleich zu den Investmentfonds der Wettbewerber in der selben Anlage-Kategorie.

Hierbei wird die durchschnittliche monatliche Performance des Fonds in Relation zu seinem Sektor über den Zeitraum der letzen drei Jahre berechnet. In Kombination mit der durchschnittlichen Volatilität des Fonds zu seinem Sektor innerhalb dieses Zeitraumes ergibt sich dann das Star Ranking des Fonds.



Man erkennt auf einen Blick: fünf Sterne sind besser als ein Stern - einfacher geht es nicht!

Bedeutung der Sterne:
***** Beste 10% einer Kategorie auf 3 Jahre = 10 Fonds
**** Nächste 11-30% einer Kategorie auf 3 Jahre = 20 Fonds
*** Nächste 31-50% einer Kategorie auf 3 Jahre = 20 Fonds
** Nächste 25% einer Kategorie auf 3 Jahre = 25 Fonds
* Letzte 25% einer Kategorie auf 3 Jahre = 25 Fonds

  T 

Thesaurierungsfonds(anteile)
Bei Thesaurierungsfonds werden alle erwirtschafteten Erträge im Fonds wiederveranlagt. Der Anleger erhält somit keinen laufenden jährlichen Ertrag, sondern ist an der Wertsteigerung des Investmentfonds beteiligt.

Total Expense Ratio (TER)
Die Total Expense Ratio (TER) gibt an, welche Kosten - in Prozent des Fondsvermögens - im Fonds während des vergangenen Geschäftsjahres angefallen sind. Zu diesen Kosten zählen vor allem die Managementgebühr, Depotgebühr, Beratergebühren, Prüferkosten sowie allfällige Auslagen. Je geringer diese Zahl ist, desto weniger Kosten wurden dem Fonds angelastet und desto weniger wurde die Performance geschmälert.

 
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